Wenn Sie auf der Suche nach einem Sim-Racing-Cockpit sind, haben Sie sicherlich schon von der Marke SimLab gehört. Es handelt sich um einen niederländischen Hersteller, der neben weiteren Sim-Racing-Zubehörteilen zwei Chassis-Serien anbietet.
Zu den bei SimLab erhältlichen Cockpits gehören die Baureihen GT1 und P1X. Für jede Baureihe bietet der Hersteller zwei Chassis-Varianten an: für die GT1 sind dies das Evo und das Pro, für die P1X das Pro und das Ultimate. SimLab bietet zudem ein spezielles Chassis für Formel-Rennen an, da das Unternehmen offizieller Partner von AMG-Petronas in der Formel 1 ist.
Welches Modell – GT1 Evo, GT1 Pro oder P1X Pro – ist am besten auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten? Im Folgenden werden wir diese drei Chassis, ihre Besonderheiten und ihre Verarbeitungsqualität näher betrachten und vor allem klären, welches Gerät die richtige Wahl ist.
Design und Verarbeitungsqualität der Rahmen

Die SimLab-Rahmen ähneln sich im Großen und Ganzen, weisen jedoch einige Unterschiede in der Form auf. Der GT1 Evo ist ein sehr schlichtes, komplett schwarzes Cockpit aus Aluminiumprofilen. Die Halterungen sind vertikal angeordnet und verfügen über Schienen, an denen Sie bei Bedarf zusätzliches Zubehör befestigen können. Die Basisplatte dient als eigenständige Halterung, ebenso wie die Halterung für die Pedale. Das GT1 Evo ist ein sehr geradliniges Chassis und, wie bereits erwähnt, minimalistisch gestaltet.
Das GT1 Pro weist denselben Rahmenaufbau wie das Evo auf, allerdings sind die Halterungen diesmal zum Fahrer hin geneigt. Dies ist der auffälligste Unterschied zwischen den beiden Fahrgestellen, hinzu kommt eine Schalthebelhalterung, die deutlich länger ist als beim GT1 Evo. Zudem gibt es einen Unterschied bei der Tretlagerhalterung, die optisch schlanker wirkt, aber mehr Anpassungsmöglichkeiten bietet.
Was das P1X Pro betrifft, so ähnelt dieses deutlich stärker dem GT1 Pro: Die Halterungen sind auf den Fahrer ausgerichtet, und die Konstruktion ist wesentlich robuster als bei den beiden anderen Cockpits. Warum? Nun, das P1X Pro gehört zur Spitzenklasse von SimLab und ist so konzipiert, dass es auch den leistungsstärksten Sim-Racing-Peripheriegeräten standhält und zudem für den Umbau zu einem aktiven Chassis geeignet ist.
Kommen wir nun zum Thema Verarbeitungsqualität. SimLab ist dafür bekannt, hochwertige Produkte anzubieten, und die drei Cockpits bilden da keine Ausnahme – auch das GT1 Evo nicht. Die Verarbeitung ist solide: Die Teile wurden mit CNC-Maschinen gefertigt und sorgfältig zusammengebaut.
Einstellungen der Cockpits
Die Modelle GT1 Evo und Pro bieten Einstellmöglichkeiten am Direct-Drive-Basisdeck, sowohl in der Höhe als auch in der Tiefe. Dies gilt auch für die Pedalauflage, bei der Sie die Neigung sowie den Abstand zwischen dem Gerät und Ihnen einstellen können.
Diese beiden Fahrgestelle werden mit Halterungen für Schalensitze geliefert, die mehrere Befestigungspositionen bieten. Optional können Sie die Modelle GT1 Evo und Pro mit Gleitschienen bestellen, falls Sie bei diesen beiden Fahrgestellen mehr Einstellmöglichkeiten wünschen.
Kommen wir nun zum P1X Pro. Dieses Modell basiert auf einer vollständig modularen Struktur und Halterungen. Das bedeutet, dass Sie beim DD-Basisdeck Einstellungen hinsichtlich Höhe, Tiefe und Neigung vornehmen können. Bei der Tretlagerhalterung verhält es sich genauso, wobei die Einstellmöglichkeiten deutlich umfangreicher sind als bei den beiden anderen Rahmen.
Kompatibilität mit DD-Basisplatten und Tretkurbeln
Die Liste der mit den Direct-Drive-Basen des GT1 Evo und GT1 Pro kompatiblen Geräte ist recht lang, sofern Sie über ein Befestigungssystem von unten verfügen – sei es direkt an der Basis oder mithilfe zusätzlicher Halterungen – und das Gerät ein Drehmoment von 25 nm nicht überschreitet. Dies gilt auch für Pedalsätze; eine umfassende Liste finden Sie auf der Seite zu den Chassis.
Da das P1X Pro zur Spitzenklasse von SimLab gehört, muss die Kompatibilität mit Peripheriegeräten hervorragend sein – und ich kann Ihnen versichern, dass dies tatsächlich der Fall ist. Was die DD-Basis betrifft, stehen Ihnen bei der Konfiguration des Chassis optional und kostenlos drei Decks zur Verfügung: Befestigung von unten, von vorne sowie ein spezielles Deck für die DD-Basen von Fanatec.
Was die Pedalsätze betrifft, ist die Liste ebenso umfangreich wie bei den beiden anderen Fahrgestellen, wobei sowohl Load-Cell- als auch hydraulische Komponenten kompatibel sind. Die Halterung ist groß, was sowohl die Installation der Produkte als auch deren Wartung erleichtert.
Verfügbare Optionen für jedes Cockpit
Alle drei Modelle verfügen über ein solides Grundgerüst aus Aluminiumprofilen, wodurch über das Schienensystem eine universelle Kompatibilität mit Ihrem eigenen Zubehör (Bildschirme, Halterungen von Drittanbietern) gewährleistet ist.
Das P1X Pro hebt sich jedoch durch seine serienmäßigen Vorteile deutlich ab:
- Mitgelieferte Schienen: Im Gegensatz zum GT1 Evo und zum GT1 Pro, bei denen diese optional sind, sind sie hier standardmäßig im Lieferumfang enthalten, was den tatsächlichen Preisunterschied bei einer Komplettkonfiguration verringert.
- Flexibilität bei den DD-Decks: Der P1X Pro bietet Ihnen kostenlos die Wahl zwischen drei Halterungen für Direct-Drive-Basen (Befestigung von unten, von vorne oder spezielle Fanatec-Halterung). Diese Konfigurationsfreiheit ist exklusiv beim P1X Pro verfügbar und erspart Ihnen zusätzliche Kosten bei der individuellen Gestaltung Ihres Cockpits.
Im Übrigen sind alle drei Fahrgestelle mit einer umfangreichen Auswahl an originalem SimLab-Zubehör kompatibel, darunter Bildschirmhalterungen (einfach oder dreifach) sowie eine Auswahl von vier Schalensitzen (Sparco und SimLab).
Die Stabilität der Fahrgestelle
Wie bereits erwähnt, bestehen die Modelle GT1 Evo, Pro und P1X Pro aus Aluminiumprofilen. Dies verleiht ihnen eine hohe Steifigkeit, sodass sie selbst die leistungsstärksten Direct-Drive-Antriebe sowie LC- oder hydraulische Kurbelsätze auf dem Markt problemlos bewältigen können.
Bei den Modellen GT1 Evo und GT1 Pro liegt die Grenze für die von einer DD-Basis abgegebene Leistung bei 25 nm Drehmoment, wie beispielsweise beim Fanatec Podium DD oder dem Moza R25 Ultra. Was die Pedalsätze betrifft, so können diese auf der dafür vorgesehenen Halterung problemlos bis zu 200 kg LC aufnehmen.
Der P1X Pro ist deutlich robuster als seine beiden kleinen Brüder und kann DD-Basismodule mit einem Drehmoment von bis zu 35 nm aufnehmen, darunter insbesondere den Simucube 3 Ultimate. Was die Pedale betrifft, liegt die Obergrenze bei 200 kg, denn bei einem solchen Gerät kommt es nicht in erster Linie auf die aufgenommene Kraft an, sondern vielmehr auf das übertragene Fahrgefühl. Darüber hinaus ist der P1X Pro so konzipiert, dass er sich in ein aktives Fahrwerk umwandeln lässt, was eine äußerst robuste Konstruktion erfordert.
Preis-Leistungs-Verhältnis
Wie bei jedem SimLab-Chassis, das etwas auf sich hält, ist der GT1 Evo in der Bare-Bone-Konfiguration, also ohne jegliche Optionen, zu einem günstigen Preis erhältlich. Wenn Sie sich nur für das Cockpit entscheiden, müssen Sie mit Kosten von 379 € rechnen. Wählen Sie hingegen die Vollausstattung, steigt der Preis schnell auf über 1. 400 €.
Das Gleiche gilt auch für den GT1 Pro, dessen Preis zwischen 649 € und über 1.650 € liegt . Und beim P1X Pro ist es dasselbe: Der Grundpreis liegt bei 872 €, und mit Vollausstattung – einschließlich Halterungen für drei Monitore, einem Sparco-Sitz und einem beliebigen DD-Basis-Deck – kostet er über 1. 750 €.
Nun ja, es handelt sich nach wie vor um teure Geräte, insbesondere in der Vollausstattung. Dennoch lässt sich nicht leugnen, dass die Gehäuse von SimLab ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, wobei der P1X Pro einen leichten Vorteil hat.
Welchen wählen Sie?
Die Zielgruppen dieser drei SimLab-Angebote sind im Grunde genommen dieselben, weisen jedoch vor allem hinsichtlich der Endphase der Einrichtung Unterschiede auf. Wenn Sie Sim-Racing-Anfänger sind oder bereits über solide Erfahrung im virtuellen Rennsport verfügen, empfehle ich Ihnen entweder den GT1 Evo, falls Ihr Budget begrenzt ist, oder den GT1 Pro für diejenigen, die beim Einstiegsmodell keine Kompromisse eingehen möchten. Der Preisunterschied bei Vollausstattung beträgt etwa 250 €, was im Sim-Racing ehrlich gesagt gar nicht so schlecht ist, um Ihr Basis-DD-Setup oder Ihr Pedalset aufzurüsten oder sich ein wunderschönes GT-Lenkrad zuzulegen.
Wenn Sie jedoch bereits Hunderte von Fahrstunden auf virtuellen Rennstrecken hinter sich haben und über ein ausreichendes Budget für ein hervorragendes Setup verfügen, dann steht die Wahl außer Frage: Der P1X Pro ist genau das Richtige für Sie. Das Cockpit ist äußerst robust und hält auf einer DD-Basis einem Drehmoment von über 30 nm stand, ohne zu schwanken. Darüber hinaus eignet es sich hervorragend für den Umbau zu einem dynamischen Fahrwerk, wodurch die Grenze zwischen virtueller und realer Welt verschwimmt.
Das P1X Pro richtet sich an erfahrene Fahrer mit langjähriger und umfassender Erfahrung im Sim-Racing. Darüber hinaus stellt dieses Cockpit in der Vollausstattung eine bessere Alternative zu den beiden anderen Modellen dar, insbesondere zum GT1 Pro, da der Preisunterschied lediglich 100 € beträgt, die endgültige Konfiguration jedoch hinsichtlich der Kompatibilität mit Sim-Racing-Ausrüstung, der Stabilität sowie der Erweiterbarkeit deutlich überlegen ist.







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