Mit dem G29 und dem G923 fängt oft alles an. Erschwingliche, konsolenkompatible Basismodelle, die sich hervorragend eignen, um in das Sim-Racing einzusteigen. Doch irgendwann stößt man an seine Grenzen. Dem Feedback fehlt es an Präzision, das Fahrgefühl auf der Strecke lässt nach, und der Wunsch, auf Direct Drive umzusteigen, wird immer größer.
Das Problem ist, dass der DD-Markt in den letzten Jahren explosionsartig gewachsen ist und das Angebot mittlerweile riesig ist. Wo soll man also anfangen, wenn man bisher ein Einsteigermodell von Logitech genutzt hat und auch nicht gleich 1.500 € für ein Sim-Racing-Setup ausgeben möchte? Ich habe einige Basiskonfigurationen bzw. Bundles ausgewählt, die für diesen Umstieg sinnvoll sind – mit einem Drehmoment zwischen 4 und 8 nm, wobei bei den meisten das Lenkrad und die Pedale bereits enthalten sind.
Die Direct-Drive-Bundles als Ersatz für Ihre Logitech-Maus
Der Fanatec CSL DD

Fanatec ist eine legendäre Marke im Sim-Racing. Das CSL DD wird in verschiedenen Bundles angeboten, um den Bedürfnissen der virtuellen Rennfahrer und ihren bevorzugten Disziplinen gerecht zu werden. Das Angebot umfasst Tourenwagen, Rallye, GT, Formel-Rennen und sogar Drift – in einigen Fällen sogar mit einem Load-Cell-Pedalsatz.
Die Basisversion des CSL DD liefert ein Spitzendrehmoment von 5 nm, das sich jedoch mithilfe eines Boost-Kits auf 8 nm steigern lässt. Es handelt sich um ein Netzteil, das 180 Watt liefert und somit dem Elektromotor die volle Leistung zur Verfügung stellt.
Das Feedback ist auf dieser Basis sehr linear, mit realistischen Fahrgefühlen, und das Gerät vermittelt Ihnen umfassend, was das von Ihnen gesteuerte Fahrzeug tut und erlebt. Das CSL DD ist nach wie vor ein Muss im Sim-Racing und gilt darüber hinaus für viele Fahrer als erste Wahl – sowohl aufgrund seines schlichten Designs und seiner Kompatibilität mit PCs und Konsolen (je nach Lenkrad) als auch wegen des umfangreichen Sortiments, das die Marke anbietet.
Der Moza R3 oder R5

Moza ist erst vor kurzem in den Sim-Racing-Markt eingestiegen, und die Marke hat sich in der Branche schnell einen Namen gemacht. Heute sind die Produkte von Moza zuverlässig, leistungsstark und vor allem erschwinglich.
Für Fahrer, die von Basismodellen wie dem G29 auf Direct Drive umsteigen möchten, bietet Moza ein Einstiegsangebot in Form der Modelle R3 und R5 an. Das R3-Bundle richtet sich vor allem an entspannte Spieler, denen der Spaß an erster Stelle steht, insbesondere auf Konsolen, da die Basisstation mit der Xbox kompatibel ist.
Was den R5 betrifft, so handelt es sich um eine leistungsstärkere Alternative zum R3. Tatsächlich liefert das kleine Moza-Basismodell ein maximales Drehmoment von 3,9 nm, während der R5 ein Drehmoment von 5,5 nm erreicht, was beide Modelle ideal für Piloten in der Umstellungsphase macht.
Lassen Sie uns über das Fahrgefühl der beiden Bundles sprechen. Wenn Sie bisher ein Modell mit Zahnradantrieb wie das G29 oder das G923 verwendet haben, ist der Unterschied im Feedback wie Tag und Nacht. Es ist detailliert, reich an Rückmeldungen und vor allem realistisch – etwas, das man bei Alternativen für Einsteiger nicht oft findet.
Jedes Bundle enthält ein Lenkrad von recht guter Qualität – insbesondere das Modell R5, das TPU-Leder und Metall kombiniert –, einen einfachen, aber aufrüstbaren Pedalsatz sowie natürlich die DD-Basis mit ihrer Klemme zur Befestigung an Möbeln.
Der Thrustmaster T598

Thrustmaster ist ein Schwergewicht der Gaming-Branche und auf den Märkten für Controller, Flugsimulationen und Rennsimulationen vertreten. Lange Zeit war Thrustmaster dank seines „Dual Belt“-Systems ein exklusiver Hersteller von Basisstationen mit Riemenantrieb. Erst vor kurzem hat die Marke ihre Direct-Drive-Basisstationen auf den Markt gebracht, darunter insbesondere das Modell T598.
Es handelt sich um ein Einsteiger-Bundle, bestehend aus einer Basis, die ein Drehmoment von 5 nm entwickelt und über eine Overboost-Funktion zur Leistungssteigerung verfügt, sowie einem Lenkrad und einem Pedalsatz. Das Lenkrad ist im Touring-Stil gehalten, mit einer runden Form und Bedienelementen, die auf der Vorderseite verteilt und in Reichweite der Hände angeordnet sind. Bei der Pedalanlage handelt es sich um ein relativ einfaches Gerät, das jedoch mit einem Load-Cell-Kit aufgerüstet werden kann.
Das T598 ist eine sehr gute Wahl für Rennfahrer, die auf Direct Drive umsteigen möchten, doch die Verarbeitungsqualität bleibt hinter der anderer Modelle zurück, da Thrustmaster stark auf kostengünstige Materialien setzt. Mit anderen Worten: Das Bundle besteht fast ausschließlich aus Kunststoff – sowohl die Basisstation als auch das Lenkrad –, während die Pedale aus Metall gefertigt sind.
Was das Gefühl angeht, ist alles in Ordnung. Die Marke nutzt einen Axialmotor für das Feedback, was grundsätzlich eine sehr kompakte Bauweise ermöglicht, wobei unter dem Gehäuse genügend „PS“ vorhanden sind, um Ihnen realistische Eindrücke zu vermitteln.
Das Logitech RS50

Logitech und Thrustmaster sind konkurrierende Marken im selben Segment, nämlich dem der Peripheriegeräte und Sim-Racing-Produkte. Auch der Schweizer Hersteller hat einige Zeit gebraucht, um den Direct-Drive-Markt zu erschließen, insbesondere mit seinen Basen G Pro und RS50. Die G Pro richtet sich an erfahrene Rennfahrer, während die RS50 auf Einsteiger ausgerichtet ist.
Im Gegensatz zu Thrustmaster bietet Logitech hochwertige Produkte an, die aus edlen Materialien, insbesondere Aluminium, gefertigt sind. Die RS50-Basis entwickelt ein Drehmoment von 8 nm (eines der stärksten in unserer kleinen Liste) und verfügt über ein kleines Lenkrad mit einem Durchmesser von 29 cm. Leider ist im RS50-Bundle kein Pedalsatz enthalten, doch Logitech bietet diesen separat zum Kauf an.
Was das Fahrgefühl auf der Rennstrecke angeht, ist er ehrlich gesagt besser als ein T598, da die Basisversion 3 nm mehr maximales Drehmoment liefert. Er läuft geschmeidig, vermittelt ein gutes Fahrgefühl und eignet sich perfekt für den Umstieg von einem G923 auf Direct Drive, wobei man gleichzeitig im Logitech-Ökosystem bleibt.
Kriterien für die Auswahl
Das Fahrgefühl auf der Rennstrecke
Das Fahrgefühl auf der Rennstrecke bleibt einer der wichtigsten Aspekte beim Sim-Racing, insbesondere wenn Sie von einem G29/G923 auf eine Direct-Drive-Basis umsteigen möchten. Bei den zuvor vorgestellten DD-Basen bieten alle im Großen und Ganzen ein gutes Fahrgefühl auf der Rennstrecke. Natürlich sind einige davon besser, einfach weil die Marke schon seit Langem in der Szene vertreten ist und somit neben der Hardware auch ihre Software und Firmware kontinuierlich optimiert hat.
Die Kompatibilität mit den verschiedenen Plattformen
Dieser Punkt ist wichtig, wenn Sie ein Rennfahrer sind, der hauptsächlich auf Spielkonsolen spielt, insbesondere auf PlayStation und Xbox. Fanatec, Logitech und Thrustmaster bieten Varianten an, die mit Heimkonsolen kompatibel sind – ein großer Vorteil für alle, die entspanntes Sim-Racing auf einem großen Bildschirm genießen möchten.
Bei Moza ist lediglich das R3-Bundle mit der Xbox kompatibel, während die übrigen Produkte der Produktreihe ausschließlich auf dem PC genutzt werden können. Dies wird die Akzeptanz bei potenziellen Rennfahrern sicherlich einschränken.
Das Ökosystem
Beim Sim-Racing geht es darum, das eigene Setup an die verschiedenen Disziplinen des Motorsports anzupassen. Und dafür gibt es nichts Besseres als ein Ökosystem, das Dutzende von Eingabegeräten umfasst, um dies zu erreichen – sei es in Form von Lenkrädern, Pedalsätzen, Schalthebeln und Handbremsen sowie weiterem Zubehör.
Das Fanatec-Ökosystem ist derzeit mit Abstand das umfangreichste im Sim-Racing-Bereich und deckt alle Disziplinen des Motorsports ab. Darüber hinaus ist es von großer Bedeutung, dass das Ökosystem der Marke vollständig mit allen angebotenen Produkten kompatibel ist.
Preis-Leistungs-Verhältnis
In diesem Punkt ist klar, dass der Preis eines Bundles im Verhältnis zu den erbrachten Leistungen moderat sein muss. Sie werden schließlich nicht 1.000 € ausgeben, nur um „Forza Horizon“ oder „Need for Speed“ zu spielen.
Moza Racing gilt häufig als der Hersteller, der seine Produkte zu äußerst wettbewerbsfähigen Preisen anbietet, insbesondere im Vergleich zu Fanatec oder Simagic. Und die Verarbeitungsqualität hat deutlich mitgehalten. Moza hat in dieser Hinsicht in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht, sodass das Unternehmen nun ernsthaft mit weitaus etablierteren Marken konkurrieren kann.
Welches Bundle soll man also wählen?
Ich habe Ihnen weiter oben einige Bundles vorgestellt, die sich hervorragend für den Umstieg vom G29/G923 auf Direct Drive eignen.
Hier ist meine persönliche Rangliste, die auf meinen Erfahrungen basiert und Ihnen dabei helfen soll, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.
An der Spitze der Rangliste steht das CSL DD von Fanatec – und zwar unabhängig von der gewählten Variante. Dieses Bundle umfasst das CSL DD mit 5 oder 8 nm Drehmoment, ein ansprechendes Design, eine große Auswahl an Lenkrädern sowie Pedalätze, die wahlweise mit oder ohne Load-Cell-Technologie ausgestattet sein können. Es bleibt ein absolutes Muss für das Sim-Racing und ist im Sonderangebot bereits ab 380 € erhältlich (gegenüber 570 € ohne Sonderangebot), was es zu einem echten Allrounder macht.
Was den zweiten Platz angeht, hängt alles davon ab, auf welcher Plattform Sie spielen. Auf dem PC würde ich mich für den Moza R5 entscheiden, der derzeit 419 € (im Sonderangebot) kostet. Und wenn die Xbox Ihre erste Wahl für Gaming und Sim-Racing ist, dann gibt es den R3, der zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels für 299 € erhältlich ist, dessen Basisversion jedoch nur ein Drehmoment von 3,9 nm entwickelt.
Was den dritten Platz in dieser Rangliste betrifft, hängt die Wahl eindeutig von Ihrem Budget ab. Wenn Sie bereit sind, etwas zu investieren, ist das RS50 von Logitech die erste Wahl : 800 € inklusive DD-Basis, Lenkrad und LC-Pedalerie – doch die erstklassige Verarbeitungsqualität und ein Drehmoment von 8 nm rechtfertigen diesen Preis. Wenn Sie hingegen im Rahmen eines vernünftigen Budgets bleiben möchten, ist das T598 von Thrustmaster eine solide Alternative, die je nach Plattform zwischen 450 und 500 € kostet.









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