Seite wählen
Asetek Racing DD10 Xbox

Asetek Initium DD10: Die Xbox-Kompatibilität wird Ende 2026 verfügbar sein

Sim Racing Nerd

Als Experte für Sim-Racing teste ich die besten Lenkräder, Cockpits und Spiele, damit Sie die richtige Wahl treffen können.

Wenn Sie über unsere Links kaufen, können wir eine Affiliate-Provision erhalten.

 

01/08/2026

Asetek Racing hat das Modell„Initium DD10“ auf der ersten amerikanischen Ausgabe der SimRacing Expo in Charlotte vor rund 9.000 Besuchern vorgestellt. Ein Direct-Drive-Antrieb mit 10 Nm, erweiterbar auf 14 Nm, der für das vierte Quartal 2026 für PC und Xbox angekündigt wurde. Für sich genommen handelt es sich um eine eher unspektakuläre Produktankündigung. Betrachtet man jedoch den Zeitplan, ergibt sich ein anderes Bild: Die vor fast einem Jahr versprochene Xbox-Kompatibilität wird nicht auf dem angekündigten Weg umgesetzt.

Was im August 2025 versprochen worden war

Zurück zur Gamescom am 20. August 2025. Asetek bringt die Initium-Reihe und deren DD5.5-Basis (5,5 Nm, 14-Bit-Encoder, 16 . 384 Punkte) auf den Markt, die damals für 399 Euro als Einzelprodukt und für 679 Euro im Bundle angeboten wurde. Die damalige Botschaft war eindeutig: Das Initium erscheint zunächst für den PC, die Kompatibilität mit Xbox One und Series X|S soll später dank eines speziellen Xbox-Lenkrads folgen. Dieses Lenkrad präsentiert die Marke sogar als Prototyp mit den Tasten X, A, Y und B und kündigt dessen Verfügbarkeit noch vor Ende 2025 an.

Ende Juli 2026 führt der offizielle Asetek-Shop nach wie vor ausschließlich das „Initium Steering Wheel“ in der PC-Version sowie PC-Bundles im Sortiment. Das Xbox-Lenkrad ist nicht erhältlich. Und es ist eine völlig neue Plattform – kein Lenkrad –, die nun das Versprechen einer Konsolenversion für das Jahresende trägt.

Warum sich ein solcher Kalender verschiebt

Asetek gibt keine Erklärung für diese Diskrepanz, und es wäre unklug, ihr Gründe zu unterstellen. Man kann jedoch daran erinnern, wie der Markt funktioniert. Bei der Xbox erfolgt die Microsoft-Zertifizierung üblicherweise über das lizenzierte Lenkrad: Dieses öffnet die Tür, und die dahinter angeschlossene Hardware profitiert anschließend davon. Der Erhalt dieser Lizenz nimmt Zeit in Anspruch. Bei Sony erfolgt die Zertifizierung an einer anderen Stelle in der Kette, was erklärt, warum ein Hersteller mit der Xbox kompatibel sein kann, ohne es mit der PlayStation zu sein. In der Pressemitteilung zur DD10 wird die PlayStation übrigens nicht erwähnt.

Asetek Racing DD10 Sim Racing

Was die DD10 konkret bietet

Was das Produkt selbst betrifft, so überzeugen drei Aspekte. Zunächst einmal die serienmäßigen 10 Nm, zu denen ein Boost-Kit weitere 14 Nm freischaltet, ohne dass der Motor ausgetauscht oder die Befestigungen am Fahrgestell angepasst werden müssen: Die mechanische Reserve ist bereits im Gehäuse vorhanden. Bleibt abzuwarten, was dieses Kit enthält. Das Vorgängermodell ist bekannt: Der DD5.5 lässt sich mit einem einfachen, verstärkten Netzteil, das für weniger als 100 Euro erhältlich ist, von 5,5 auf 8 Nm steigern – genau wie Fanatec es bei seinen CSL-DD-Modellen handhabt. Asetek hat nicht bestätigt, ob der DD10 dieses Konzept übernehmen wird.

Anschließend der USB-Passthrough, der es der Basisstation ermöglicht, sowohl Lenkräder von Drittanbietern als auch die eigenen zu steuern. Und RaceHub zur zentralen Verwaltung von Einstellungen, Profilen und Updates. André Eriksen, Geschäftsführer und Gründer der Marke, präsentiert das DD10 als den zugänglichsten Einstieg in das Asetek-Ökosystem, der die Freiheit bietet, bereits erworbene Lenkräder weiter zu nutzen.

Die Frage, die über alles entscheiden wird

Genau diese Kompatibilität muss noch überprüft werden. Da die Konsolenkompatibilität in der Regel über das Lenkrad bestimmt wird, ist derzeit unklar, welche Kombinationen aus Lenkrädern von Drittanbietern und Quick-Release-Adaptern tatsächlich erkannt werden, sobald das DD10 an eine Xbox angeschlossen ist. Ein Passthrough, der auf dem PC funktioniert, auf der Konsole jedoch nicht, würde das Argument seiner Substanz berauben. Asetek hat zu diesem Punkt keine näheren Angaben gemacht.

Auch der Rest fehlt noch: keine Preisangaben, kein vollständiges Datenblatt. Die Marke lädt zur SimRacing Expo im Oktober in Frankfurt ein, um diese Lücken zu schließen und erste Hands-on-Erfahrungen zu ermöglichen. Die Absicht ist erkennbar, der Beweis muss noch erbracht werden. Und bis zum Jahresende wird sich das Segment der Direct-Drive-Basen der Einstiegsklasse nicht auf Asetek warten, um in Bewegung zu kommen.

Ähnliche Artikel

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert