MOZA erreicht einen Meilenstein. Bislang hatte sich die Marke, die unter Simracern für ihre Lenkräder und Direct-Drive-Basen bekannt ist, in diesem Segment auf Flugsteuerungen mit Force-Feedback beschränkt. Nun kündigt sie unter dem Namen MOZA Flight, einem Geschäftsbereich von MOZA Racing, eine ganze Produktreihe von Bildschirmen, Avionik-Panels und Elektronikmodulen an, die in das Cockpit integriert werden sollen. Der Wandel ist bemerkenswert: Man entwickelt sich vom Anbieter von Peripheriegeräten zum Anbieter der gesamten elektronischen Cockpitausstattung. Drei Informationen sollten gesondert betrachtet werden, um die Ankündigung richtig einzuordnen.
Von MOZA Racing zur Avionik für Flugsimulatoren
Der erste Punkt betrifft den Wandel des Produktcharakters. MOZA verkauft nicht mehr nur das, was man in der Hand hält, sondern alles, was dazu gehört: Steuermodule, Instrumententafeln, Flugmanagement-Bildschirme. Die Marke betont die Kontinuität zwischen ihrem Know-how im Rennsport und in der Luftfahrt und verfolgt das Konzept eines Cockpits, das schrittweise erweitert wird – von einem einfachen Bildschirm hin zu einem voll ausgestatteten Cockpit. Es handelt sich um dieselbe modulare Strategie, die bereits im Sim-Racing zum Erfolg geführt hat und nun auf den Flugbereich übertragen wird.
Ein Sortiment, das Modelle von Airbus, Boeing, GA und aus dem Militärbereich abdeckt



Die zweite Information betrifft den Umfang des Katalogs, der so konzipiert ist, dass er verschiedene Flugbereiche abdeckt:
- Die MA3F EFCM, ein FCU- und EFIS-Modul im Airbus-Stil mit einem Push-Pull-Mechanismus auf zwei Schienen, von 109 Euro (Versionen R und L) bis 159 Euro (Hauptgerät).
- Die Flight-Computer-DisplaysMA3F und MB7F, die jeweils die Arbeitsabläufe von Airbus und Boeing unterstützen, mit hochauflösendem IPS-Bildschirm und einem Gehäuse aus Metallguss, zum Preis von 209 Euro pro Stück.
- Der MGX1000, ein Instrumentenpanel im G1000-Stil für die allgemeine Luftfahrt, mit einem 10,4-Zoll-IPS-Display und Präzisions-Drehreglern, für 469 Euro.
- Das FMP18 Panel-Bundle, ein von einem Cockpit eines Bordjägers inspiriertes Panel-Set mit austauschbaren magnetischen Blenden, zum Preis von 889 Euro.
Das gesamte System wird über MOZA Cockpit und MOZA Pit House gesteuert, und zwar für die Konfiguration, die synchronisierte Beleuchtung und die Telemetrie.
DisplayLink – das eigentliche Problem, das angegangen wird
Die dritte Information ist technischer Natur und zweifellos die interessanteste. Die größte Herausforderung bei einem selbstgebauten Cockpit sind nicht so sehr die Bedienelemente, sondern vielmehr die Integration der Bildschirme: die Vermehrung der HDMI-Ausgänge, gelegentlich der Einbau einer Grafikkarte sowie die Kabelführung. MOZA setzt die DisplayLink-Technologie flächendeckend in seiner Display-Produktreihe ein, wodurch die Bildschirme über USB angeschlossen werden können, ohne die GPU zu belasten. Auf dem Papier reduziert dies die Komplexität erheblich und ermöglicht größere sowie besser erweiterbare Konfigurationen. Sollte sich dieses Versprechen in der Praxis bewähren, ist dies ein echtes Argument, denn genau hier werden die meisten Cockpit-Projekte kompliziert.
Was sich dadurch tatsächlich ändert
Das Interesse geht über einen einfachen Katalog hinaus. MOZA wendet bei der Flugsimulation das Konzept an, mit dem das Unternehmen im Rennsport erfolgreich war: Qualität, ein modulares Konzept und im Vergleich zu den etablierten Marktführern äußerst günstige Preise. Genau das hat den Direct Drive populär gemacht, und wenn die Marke im Bereich der Avionik denselben Weg einschlägt, dürfte die gesamte Kategorie davon profitieren – mit einem wohltuenden Preisdruck auf einem Markt, der lange Zeit den Großinvestoren vorbehalten war. Die Qualität muss sich zwar noch unter realen Bedingungen bewähren, doch die Entwicklung geht eindeutig in die richtige Richtung, und das ist eine sehr gute Nachricht für das Hobby.






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